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Vom 26. bis 28. September 2014 fand im Eichsfeld die erste gemeinschaftliche Übung des Wasserrettungszuges Thüringen und der Tauchergruppe Gera entsprechend der 2010 beschlossenen Thüringer Katastrophenschutzverordnung statt. An dieser groß angelegten Übung nahmen ca. 40 Einsatzkräfte aus allen Teilen Thüringens teil. Die Wasserwachten aus Schleiz und Zeulenroda/Greiz stellte dabei je eine Staffel, des aus 6 Staffel und einem Trupp bestehenden Zuges. Sie brachten sich damit mit ihrem modernen Einsatzfahrzeug, dem speziell für solche Einsätze ausgerüsteten Boot und 6 Einsatzkräften ein.

Als Szenario für die aus drei Aufträgen bestehende Übung wurde eine Hochwasserlage entlang der Werra im Eichsfeld angenommen. So galt es zunächst 6 vom Hochwasser eingeschlossene Personen über die Werra hinweg zu retten. Hierbei war der Einsatz von motorisierten Rettungsbooten nicht möglich. So wurde eine Seilfähre zwischen den beiden Ufern der Werra aufgebaut. Zwei der zu Rettenden waren bereits im Wasser, da sie selbst versuchten die Werra zu überqueren. Einer von ihnen wurde dabei abgetrieben und versank in ihr.

Vorbereitung einer Seilfähre über die Werra

Wasserretter von Wasserwacht und DLRG machten sich hierbei auf die Suche und konnten die betroffene Person flussabwärts im Flachwasserbereich finden. Nun waren die medizinischen Fähigkeiten der Einsatzkräfte gefordert, diese Person bis zum Eintreffen einen Notarztes zu reanimieren.

Füllen von 500 Sandsäcken In der zweiten Aufgabe drohte ein Deich aufzuweichen und die Einsatzkräfte waren gefordert, diesen mit Folien und Sandsäcken gegen weitere Zerstörung zu sichern. Dabei war die ganze Bandbreite der Maßnahmen vom Sandsackfüllen, dem Transport der Sandsäcke und Folien, deren Verlegen und Verbauen oberhalb des Wassers, im Flachwasser bis in die Tiefe des Deichfußes zu organisieren und auszuführen. Dies gelang insbesondere durch den Einsatz der vielen Fachkräfte wie Bootsführer und Taucher recht gut.
Von dem Können der Einsatzkräfte und ihrer spezifischen Ausrüstung überzeugte sich der Thüringer Innenminister Geibert bei einem Besuch des Wasserrettungszuges am Deich.
Nachdem der Deich gesichert und die Dämmerung hereingebrochen war, galt es für die Einsatzkräfte einen dritten Auftrag zu erfüllen. Sie wurden zu einer Verpuffung eines Grills oder Lagerfeuers am Ufer des Gewässers gerufen. Bei diesem Auftrag waren weitere 6 Personen zu retten und medizinisch zu versorgen. Den Rettungskräften, die mit allen verfügbaren Booten sich auf den Weg zu der Unglücksstelle machten, boot sich an dieser ein sehr dramatisches Bild. So stürmte ein Teil der Opfer ihnen bereits ins Wasser entgegen, als diese die Unglücksstelle erreichten.
Das Rettungsboot aus Schleiz mit Innenminister Geibert an Bord
Eine Person, die ihre Brandwunden im Wasser kühlen wollte, war bereits verschwunden, andere lagen schwer verbrannt am Ufer. Der Rauch stieg noch lange von der Unfallstelle auf bzw. behinderte die Sicht der eintreffenden Boot. Die Einsatzführung entschied eine Suche nach der verschwunden Person mittels Rettungstauchern durchzuführen. Während diese Suche durch die Taucher vorbereitet wurde, wurden die anderen Verletzten zunächst von der Unfallstelle weg an einen für den Rettungsdienst günstig zu erreichenden Platz gebracht und bereits unterwegs medizinisch versorgt.
Rettungsboote aus Schleiz und Meiningen beim Sandsacktransport

Die Dunkelheit erschwerte diese Maßnahmen deutlich. Bereits der erste Rettungstaucher konnte die verschwundene Person dann im 4m tiefen Wasser finden und bergen.

Nach 14 Stunden im Einsatz war die Übung vorbei. Die Übungsleitung wertete die Übung in wenigen Punkten aus und dankte allen Einsatzkräften und Helfern für ihr Engagement. Schließlich sind alle Einsatzkräfte ehrenamtliche Helfer im Katastrophenschutz und opferten ihre Freizeit für diese Übung.

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Bildbericht in der Thüringer Landeszeitung

Bericht und Bilder auf den Seiten des DRK Landesverbandes Thüringen

Berichte in der OTZ Teil 1 / Teil 2