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Die Wasserwacht Schleiz wurde am 07.09.2010 im Rahmen einer gemeinsammen Übung mit den Feuerwehren Schleiz, Saalburg und Remptendorf zu einem Brandeinsatz im Pumpseicherkraftwerk Bleiloch alarmiert. Bei diesem Einsatz wurde ein Brand mit Explosion im Kompressorraum des Kraftwerkes simuliert. Nachdem die Kräfte der FFW Schleiz den Brand bereits gelöscht hatten, war es die Aufgabe der Feuerwehren aus Saalburg und Remptendorf eine Oelsperre auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer zu errichten. Die Wasserwacht Schleiz sollte das Boot der Feuerwehr Saalburg dabei unterstützen.

Das geplante Übungsszenario eröffnete uns die Möglichkeit das Zuwasserlassen des Schlauchbootes mit der Drehleiter von Schleiz zu testen. Dies geschah am Ostufer der Eisbrücke. Hier stellte eine ca. 8 Meter hohe Böschung ein sonst unüberwindliches Hindernis für das Boot dar. Sicherlich gäbe es am Ausgleichsbecken andere Stellen, wo der Einsatz der Drehleiter nicht notwendig wäre, jedoch ging es bei dem Test um die Realisierbarkeit für eine solche Aufgabe an anderer Stelle.

Das Zuwasserlassen klappte ziemlich rasch. Für die Drehleiter wurde durch das Gewicht des Bootes mit Motor (ca. 120kg) und die notwendige Ausladung die Grenze des Machbaren erreicht: gut dies für die Zukunft zu wissen.
Gleichzeitig setzte die Feuerwehr Saalburg ihr ca 600kg schweres Aluminiumboot am gegenüberliegenden Ufer ein. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg saaleaufwärts. An einer schmaleren Stelle der Saale wurde mit dem Ausbringen der Oelsperre begonnen, wobei sich die Strömung der Saale in Folge der Enerieerzeugung im Kraftwerk Bleiloch als besondere Schwierigkeit heraus stellte. Erst durch den Einsatz beider Boote war es möglich die Sperre über die Saalebreite zu ziehen.

Mit dem Einrichten der Sperre war die Übung beendet. Bei der anschließenden Auswertung wurde festgestellt, dass sich der gleichzeitige Einsatz von Feuerwehrboot und Boot der Wasserwacht bewährt hat. Das Einrichten der Oelsperre wäre mit nur einem Boot um vieles schwieriger gewesen. Gleichzeitig wurde mit unserem Boot eine Absicherung aller auf dem Wasser tätigen Einsatzkräfte realisiert. Die, teilweise anstrengenden technischen Aufgaben zum Beispiel beim Einrichten der Oelsperre stellen für die Einsatzkräfte auf Booten der Feuerwehr ein nicht unerhebliches Risiko dar. Unsere Ausrüstung und die ständige Bereitschaft eines Wasserretters im Schlauchboot sind hierbei von großer Bedeutung.

Die Wasserwacht Schleiz bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit allen Kammeraden der Feuerwehr und die zur Verfügung gestellten Bilder.

An der Eisbrücke (Ostufer) angekommen, erkundeten wir zunächst die mögliche Einsetzstelle für das Schlauchboot. In einer kurzen Absprache mit dem Einsatzleiter klärten wir unsere Aufgaben und das weitere Vorgehen.
Anschließend wurde das Schlauchboot mit Hilfe der Drehleiter und dem Rollgliss ins Wasser gesetzt. Dabei wurde das Boot immer durch eine Kammeraden der Wasserwacht geführt. Bootsführer und Wasserretter nehmen die restliche Besatzung auf, bevor es zu eigentlichen Einsatzstelle geht