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Tweets der Wasserwacht Schleiz

 In den Sommermonaten zieht es bei schönem Wetter viele Menschen in Freibäder, an Badeseen, Badestellen an Flüssen oder natürlich in großer Vielzahl an die Küsten von Nord- und Ostsee. An vielen dieser Badegelegenheiten versehen, neben anderen Rettungsgesellschaften, auch Kameraden der Wasserwacht einen meist ehrenamtlichen Dienst.

Wenigen ist bekannt, dass die Kameraden hier nicht nur die Aufgaben der Wasserrettung und ersten Hilfeleistung übernehmen, sondern darüber hinaus vielfältig noch anderwärtig tätig werden.

Mit diesem Beitrag soll in Form eines kleinen Jahresrückblicks die Vielschichtigkeit der Aktivitäten unserer Wasserwachtortsgruppe Schleiz nahegebracht werden. Natürlich verfolgen wir damit auch ein bisschen das Ziel, bei dem Einen oder Anderen Interesse für eine Mitarbeit in diesem Ehrenamt zu gewinnen.

Unsere Aktivitäten beginnen immer schon weit vor der üblichen Freiluftbadesaison, denn schon im Januar starten wir mit dem bereits zur Tradition gewordenen Neujahrsschwimmen am Stausee in Kloster. Hier stürzen sich Mutige, manchmal sogar ohne Neoprenanzüge, in die meist recht kalten Fluten. Am Abend selbigen Tages erfolgt dann gleich die verdiente Aufwärmung mit Speis, Trank und der Bilanz auf das zurückliegende Jahr. Damit sich diese nicht zu trocken gestaltet tragen vielfältig gesammelte Bild- bzw. Tondokumente zur Erhaltung der Aufmerksamkeit, oft aber viel mehr zum Spaß bei.

Der nächste Höhepunkt schließt sich schon in der Faschingszeit an. Bereits seit vielen Jahren folgt man der Einladung der Wasserwachtkamerden aus Neuburg an der Donau zum dortigen Donauschwimmen. Wie die meisten Teilnehmer, gestalten auch unsere Kameraden lustige schwimmende Objekte oder fügen sich selbst in solche.

 Eine ganz wichtige Aufgabe nimmt in unserer Gruppe die Nachwuchsarbeit ein, denn schon lange müssen alle Vereine darum kämpfen, Kinder und Jugendliche für die langzeitliche Fortsetzung ihres Wirkens zu gewinnen. So werden meist im Frühjahr in zur Zeit 3 Kindergärten (Schleiz, Oettersdorf und Oberböhmsdorf) Kinder schon in frühem Alter mit den ihnen möglichen Leistungen der Ersten Hilfe vertraut gemacht. Dabei gefällt es den Kleinen natürlich besonders, wenn sie die Wasserwachtstation Kloster am Stausee oder die Einsatztechnik bestaunen dürfen. Fortführend werden dann in der ABC-Schule Lehrstunden für die Klassenstufe 1/2 und Projekttage für die Klassenstufe 3/4 gestaltet. Leider ist diese Arbeit auf andere Schulen zurzeit aus personellen Gründen nicht erweiterbar.

 In den Altersgruppen 8 bis 10 Jahre und 11 bis 12 Jahre arbeiten darüber hinaus noch Kameradinnen und Kameraden in einer Gruppe Erste Hilfe, Unfallverhütung, Naturschutz und einer weiteren Ausbildungsgruppe zu Rettungsschwimmern. Aus diesen Gruppen sind in jüngster Zeit 6 Nachwuchskräfte hervorgegangen, welche mit der Leistungsstufe Silber unsere Einsatzfähigkeit bereits gestärkt haben.

 Am Stausee beginnt die Saison dann mit dem Klarmachen der Station und der Bootstechnik. Sind diese einsatzbereit, ruft die Umgebung sofort auch nach Frühjahrsputz. Es ist unvorstellbar, welche Mengen an Schmutz und Müll aus objektiven aber meist viel mehr aus subjektiven Quellen zum Vorschein kommen und mit hohen personellen, zeitlichen und sogar finanziellen Aufwendungen beseitigt werden müssen. Manchem ist eben nicht bewusst, was er auslöst, wenn er seine „Mitbringsel“ einfach irgendwo hinterlässt. Ein Glück, dass es da jemanden, wie die Wasserwächtler, gibt.

 Ab Mai/Juni beginnt in der Regel dann wieder die eigentliche Arbeit der Wasserwacht – Aufsicht und Hilfeleistungen an den im Einsatzbereich liegenden Badestellen. Für unsere Schleizer Gruppe bildet der Bleilochstausee natürlich den Schwerpunkt. Jedes Wochenende sind jeweils mindestens 3 Kameraden in der Station Kloster im Einsatz und das geht bis in den September.

 Veranstaltungen, wie das Festival „Sonne, Mond und Sterne“, Hoovercraft-Rennen, Stauseelauf, Lichterfest werden darüber hinaus mittlerweile fast selbstverständlich mit zusätzlichen Kräften abgesichert. Allerdings zeigen sich hierbei bereits absehbar die Grenzen einer Machbarkeit auf. Lösungen kann unsere Gruppe für die Zukunft allein eher kaum mehr finden.

 Um all die bereits genannten Aktivitäten auch weiterhin zuverlässig realisieren zu können, vergessen unsere Kameraden natürlich niemals ihren eigenen Stand der Befähigung dazu. Daraus erwächst ihnen die ständige Pflicht zur Weiterbildung oder Qualifizierung. Zeiten dafür ordnen sich permanent in den Verlauf des Jahres ein und werden entsprechend Erfordernis von jeden Einzelnen eingeordnet. Nur als Beispiele seien genannt – Wiederholungsprüfungen Wasserrettung, Erste Hilfe, Bootsführer, Lehrausbilder, Jugendwarte und vieles mehr.

 Selbst zum Ende der Badesaison und darüber hinaus müssen die Wasserwächtler nochmal ran, denn Station, Boot und Ausrüstung müssen winterfest gemacht bzw. auch instand gesetzt werden und als eigentlichen Jahresabschluss macht die Gruppe auf dem Schleizer Weihnachtsmarkt nochmals aktiv mit. Natürlich ist hier neben dem Spaß auch etwas Eigennutz verbunden. Kommen doch alle Einnahmen aus Fettbroten, „Seehunden“ und anderen Leckereien der Wasserwacht Schleiz wieder zu gute.

 Ich weiß nun nicht genau, ob ich wirklich alles aufgeschrieben habe, was unsere Wasserwachtgruppe im Verlaufe eines Jahres so macht. Ich glaube aber, dass jeder Leser hieraus erkennt, wie wertvoll und wichtig unsere Arbeit bzw. die Aktivitäten sind. Ich habe bewusst darauf verzichtet, Einsatzstunden zu nennen, denn sie können niemals vollständig erfasst werden. Für unsere Gruppe gilt die Maxime – jeder leistet mit seinem Potential seinen Beitrag – ohne Anspruch auf Vergütung – eben ehrenamtlich.


Wolfgang Prieps

 

 

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